Wie trage ich meine Firma bei Google ein?
Der Eintrag heißt Google-Unternehmensprofil, ist kostenlos und wird über google.com/business angelegt. Nach dem Eintragen von Name, Kategorie, Adresse und Telefonnummer bestätigt Google per Postkarte, Anruf oder Video. Das Anlegen dauert zwanzig Minuten, entscheidend sind danach die richtige Hauptkategorie und überall gleiche Angaben.
Was der Eintrag ist und was er kostet
Der Eintrag, der bei einer örtlichen Suche mit Adresse, Öffnungszeiten und Bewertungen erscheint, heißt Google-Unternehmensprofil. Er ist kostenlos, dauerhaft, und er ist für viele kleine Betriebe wirksamer als die eigene Website. Wer in der Nähe sucht, sieht zuerst die Karte und die drei Einträge darunter, erst danach die klassischen Ergebnisse.
Kostenpflichtig sind nur Anzeigen. Für den Eintrag selbst verlangt Google nichts, und niemand muss dafür ein Paket kaufen. Anrufe, die etwas anderes behaupten, kommen nicht von Google.
Schritt für Schritt
- Prüfen, ob es das Profil schon gibt. Firmenname plus Ort suchen. Erscheint ein Eintrag mit dem Hinweis "Inhaber dieses Unternehmens?", existiert er bereits und muss nur beansprucht werden. Das ist häufiger als gedacht, weil Google Einträge auch aus anderen Quellen anlegt.
- Anlegen oder beanspruchen über google.com/business mit einem Google-Konto. Verwenden Sie ein Firmenkonto, nicht das private, sonst hängt der Zugang später an einer Person.
- Name, Kategorie, Adresse und Telefonnummer eintragen. Der Name muss der sein, der auch am Geschäft steht, ohne angehängte Suchwörter. "Muster Tischlerei Möbel Küchen Graz" ist ein Verstoß gegen die Richtlinien und kann zur Sperre führen.
- Bestätigen lassen. Je nach Fall per Postkarte an die Firmenadresse, per Anruf, per E-Mail oder per Video. Die Postkarte dauert am längsten, meist ein bis zwei Wochen. Wichtig zu unterscheiden: Ein Profil, das Sie selbst neu anlegen, ist bis zur Bestätigung nicht öffentlich. Ein Eintrag, den Google aus anderen Quellen selbst angelegt hat, ist dagegen längst sichtbar, nur mit fremden Angaben, die Sie nicht ändern können, solange er Ihnen nicht gehört.
- Vollständig befüllen. Öffnungszeiten inklusive Feiertagen, Leistungen, Zahlungsarten, Barrierefreiheit, echte Fotos vom Betrieb.
Wo die meisten Einträge scheitern
Das Anlegen ist schnell erledigt. Die Wirkung entsteht an anderer Stelle.
Die Kategorie
Die Hauptkategorie entscheidet, bei welchen Suchen der Betrieb überhaupt in Frage kommt. Sie ist wichtiger als jedes Wort im Text. Wer als "Verband, Verein und Organisation" geführt wird, obwohl er Kinderbetreuung anbietet, taucht bei der richtigen Suche nie auf, egal wie gut der Rest gepflegt ist. Zusatzkategorien ergänzen, ersetzen die Hauptkategorie aber nicht.
Gleiche Angaben überall
Name, Adresse und Telefonnummer sollten überall im Netz identisch geschrieben sein, auf der Website, im Profil, in Verzeichnissen, auf Kammer- und Amtsseiten. Widersprüche senken das Vertrauen in alle Angaben. Es reicht eine abweichende Hausnummer oder eine zweite, alte Telefonnummer, die irgendwo stehen geblieben ist.
Attribute und Filter
Viele Suchende filtern, und was nicht gesetzt ist, wird weggefiltert. Mehrsprachigkeit, Rollstuhlgerechtigkeit, Parkplätze, Terminvereinbarung: Diese Felder sind schnell ausgefüllt und entscheiden, ob ein Betrieb in einer gefilterten Liste auftaucht.
Bewertungen
Bewertungen wirken auf die Reihenfolge und darauf, ob jemand anruft. Man darf aktiv darum bitten, aber nicht dafür bezahlen und keine Gegenleistung versprechen. Antworten Sie auf jede Bewertung, auch auf schlechte, und sachlich.
Nach dem Eintrag
Ein Profil ist keine einmalige Sache. Öffnungszeiten zu Feiertagen, neue Leistungen, neue Fotos: Google bevorzugt Profile, die gepflegt werden. Prüfen Sie außerdem regelmäßig, ob jemand Änderungen vorgeschlagen hat. Google übernimmt Vorschläge von Dritten teilweise automatisch, und dann steht plötzlich eine falsche Öffnungszeit im Eintrag.
Wenn ein alter Eintrag im Weg steht
Bei Übernahmen, Umzügen und Praxisnachfolgen existiert oft noch der Eintrag des Vorgängers. Solange der besteht, arbeitet die aufgebaute Sichtbarkeit nicht für den neuen Betrieb, sondern gegen ihn: Suchende landen beim alten Namen, teils mit alter Nummer. Solche Fälle lassen sich bereinigen, sie brauchen aber Nachweise und Geduld.
Zuletzt geprüft am 10. August 2026.